Ab dem 1. Januar 2016 gibt es wieder einige Änderungen für Autofahrer.

2016 kommen wieder Änderungen auf Autofahrer zu

Kfz-Steuer, HU-Plakette und vieles mehr!

Zum Stichtag am 01. Januar 2016 treten einige Änderungen für Autofahrer in Kraft. Zum Beispiel ändert sich der Zeitraum der Kfz-Steuerbefreiung. Außerdem lohnt es sich einen Blick auf das Kennzeichen zu werfen, denn mit der falschen Farbe der Plakette gibt es im neuen Jahr Ärger. Das Autohaus Kunzmann fasst die wichtigsten Änderungen zusammen.

Kürzere Steuerbefreiung für Elektroautos.

Seit 2011 gilt die 10-jährige Steuerbefreiung für Neufahrzeuge mit Elektroantrieb oder Brennstoffzelle. Der Zeitraum dieser Steuerbefreiung verkürzt sich ab dem 01. Januar 2016 auf 5 Jahre. Allerdings profitieren die Halter von Elektrofahrzeugen im Anschluss an die Steuerbefreiung von einer Ermäßigung um 50 %. Gut zu wissen: Bei einem Halterwechsel wird dem neuen Halter die Steuerbefreiung für den noch verbleibenden Zeitraum gewährt. Hybridfahrzeuge gelten nach dem Kraftfahrtsteuergesetz aber nicht als Elektrofahrzeuge und genießen deshalb auch keine Steuerbefreiung.

Farbe der HU-Plakette beachten!

Klebt ab dem 01. Januar 2016 noch eine gelbe HU-Plakette auf dem Kennzeichen, steht eines fest: man hat den Termin zur Hauptuntersuchung ganz klar verpasst. Bei einer Polizeikontrolle muss dann mit einer Geldbuße gerechnet werden. Zudem steht bei einem Verzug von mehr als zwei Monaten eine vertiefte HU mit weiteren Kosten an. 2016 sind nur noch braune, rosa (HU in 2017) und grüne (HU in 2018) Plaketten erlaubt. Neuzulassungen erhalten eine orangefarbene Plakette, die einen Termin im Jahr 2019 anzeigt.

Fußgängererkennung für Verkehrssicherheit.

Die Sicherheitsorganisation Euro NCAP (New Car Assessment Programme) nimmt ab 2016 die Fußgängererkennung in ihr Bewertungsschema auf. Die volle Punktzahl erreichen dann nur noch die Fahrzeuge, die einen Zusammenstoß mit Fußgängern bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h verhindern. Außerdem müssen die Verletzungen der Fußgänger bei einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h spürbar gemindert werden. Damit erhoffen sich viele Automobilclubs und Verbände eine deutliche Reduktion der innerstädtischen Verkehrsunfälle.

Motorradfahrer aufgepasst: Euro 4 für Motorräder.

Da auch Motorräder sauberer werden sollen, müssen Motorräder, die ab dem 01. Januar 2016 eine Typengenehmigung erhalten, die Abgasvorschriften der Norm Euro 4 erfüllen. Davon betroffen sind Motorräder der Klasse L3e, das heißt Motorräder mit einem Hubraum über 50 cm³ und/oder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h. Die Vorschriften der Abgasnorm Euro 5 gelten dann ab dem Jahr 2020.

Ebenfalls ab Anfang 2016 müssen alle neu entwickelten Motorräder mit einem Hubraum über 125 cm³ über ABS verfügen. Alte Maschinen müssen nicht umgerüstet werden, allerdings gilt die ABS-Pflicht ab dem Jahr 2017 für alle neuen Motorräder.

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