Die Entdeckung der Beständigkeit

50 Jahre gemeinsame Vergangenheit

Für den Kfz-Meister Ewald Voith folgt nun nach langjähriger Treue, ungebrochener Begeisterung und ansteckender Motivation der wohlverdiente Ruhestand. Wir sagen Danke!

In den letzten 50 Jahren hat sich einiges getan: Modelle wie die Pagode wurden zu Oldtimern, aus Kunzmann wurde ein 1.000-köpfiger Betrieb und aus dem Lehrling Ewald Voith ein Mitarbeiter, der alsbald Gas gibt in Richtung verdiente Rente. Wir haben uns zum Endspurt seiner Karriere bei Kunzmann Zeit genommen und ihm zugehört. In einem Interview berichtet der Kfz-Meister von den guten alten und den noch besseren neuen Zeiten.

Herr Voith, wenn Sie sich heute zurückerinnern: Wie sind Sie damals auf Kunzmann aufmerksam geworden?
Da gab es diese Anzeige in der Tageszeitung und ein Freund meinte: komm, wir bewerben uns. Auch wenn er heute nicht mehr da ist – ich schon (grinst).

Was war der Antrieb Ihrer Karriere bei Kunzmann?
Meine Beweggründe für Kunzmann in all der Zeit? Ich wurde immer geschult, gefordert und gefördert.

Was begeistert Sie bis heute an Ihrem Job?
Dass ich immer auf dem aktuellsten Stand der automobilen Technik bin und an den neuesten, teuersten und coolsten Automodellen arbeite.

„Ob ich rückblickend auf meine Zeit bei Kunzmann etwas anders machen würde?
Nein, ich würde alles genauso machen.“

Ewald Voith

Wie hat sich die Arbeit in der Werkstatt seit Ihrem Ausbildungsbeginn verändert?
Mein allererstes Modell, an dem ich in der Werkstatt arbeiten durfte war eine W113 – 280 SL Pagode. Damals war die Fehlersuche langwieriger und komplizierter: wir mussten selbst ausprobieren und testen, um einen Fehler zu lokalisieren und mit handwerklichem Geschick zu beheben. Mittlerweile haben Fahrzeuge einen Fehlerspeicher zum Auslesen.

Wie haben Sie den Wandel der Zeit erlebt – auf Kunzmann als Unternehmen und die Technologie von Mercedes-Benz bezogen?
Es war faszinierend für mich, wie schnell die Firma sich weiterentwickelt hat. Auch die rasante Entwicklung der Fahrzeugtechnik begeistert mich: damals gingen schon einmal 8 bis 10 Jahre ins Land bis ein neues Modell auf den Markt kam – heute ist das ganz anders. Jedes Jahr gibt es etwas Neues zu entdecken, es gibt viele Nischenmodelle und unzählige Neuerungen an altbekannten Fahrzeugen. Ein Highlight in dieser schnelllebigen Welt war auch der steile Aufwärtstrend der AMG-Fahrzeuge. Immerhin ist der AMG GT mein absolutes Traumauto.

Welche Tipps haben Sie für die Kunzmann-Azubis von heute?
Am wichtigsten sind Liebe, Motivation und Begeisterung für die Arbeit! Außerdem sollten sie die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten bei Kunzmann nutzen und offen sein für Neues.

Haben Sie schon Pläne für Ihren wohlverdienten Ruhestand?
Meine neue Freizeit werde ich zum Reisen nutzen und meiner Familie widmen. Neben dem Autoschrauben warten viele Projekte in Haus und Garten auf mich. Langweilig wird es mir als Rentner ganz sicher nicht (grinst).

Vielen Dank für das Interview, Herr Voith. Nun ist es Zeit, sich zu verabschieden: Wir wünschen Ihnen einen entschleunigten Ruhestand und viele Sternstunden mit Ihrer Familie. Danke für gemeinsam erfolgreiche 50 Jahre!

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