Gruppenbild K-ultour

Azubis auf K-ultour

Ein verrückter Ausflug zu den Clingenburg Festspielen

Dass eine Ausbildung bei Kunzmann nie langweilig wird, wissen die meisten. Dass es verschiedene Azubi-Projekte gibt auch. Aber dass es nun ein neues Projekt gibt, weiß noch kaum einer. Dieses nennt sich K-ultour.

Um jungen Menschen Kultur und Theater wieder ein wenig näher zu bringen, hat das Kunzmann Azubi-Redaktionsteam dieses Projekt 2019 ins Leben gerufen. Alle Auszubildenden waren zu einer gemeinsamen Fahrt zu den Clingenburg Festspielen eingeladen. Die Einladung wurde mit Begeisterung aufgenommen und knapp 50 Azubis haben an dem Ausflug teilgenommen.

Gemütliches Beisammensein

Startpunkt der K-ultour war beim Autohaus Kunzmann in der Auhofstraße in Aschaffenburg. Mit dem Bus ging es zum Betrieb nach Wörth am Main. Dort wurden die Pkw- und Lkw-Werkstatt, das Lager, die Dialogannahme und der Verkaufsraum bei einem kleinen Rundgang genauer unter die Lupe genommen. Im Anschluss wurde, gemeinsam mit den Ausbildungsleitern Petra Bechtel und Dominik Dedio, gegrillt, gegessen und gemütlich beieinander gesessen, bevor es mit dem Bus weiter zur Clingenburg ging. Als Theaterstück stand die „Rocky Horror Show“, ein weltbekanntes Musical von Richard O‘Brien aus dem Jahr 1973, auf dem kulturellen Programm.

„Rocky Horror Show“ – Ein Musical zum Staunen und Mitmachen

Die Handlung in Kurzfassung: Nach einer Reifenpanne in einer regnerischen Nacht sucht das frisch verlobte Paar Brad Majors und Janet Weiss Hilfe bei den Bewohnern eines nahe gelegenen Schlosses. Sie hatten sich lediglich eine Gelegenheit zum Telefonieren erhofft, doch es beginnt eine unerwartete Reise in eine völlig neue Welt. Der faszinierend-exzentrische Wissenschaftler Dr. Frank-N-Furter präsentiert seiner musikalischen Gesellschaft seine bisher genialste Schöpfung: Rocky, ein künstliches, muskelbepacktes Wesen zum reinen Vergnügen geschaffen.

Zu Beginn der Show hatte jeder Azubi einen sogenannten „Fanbag“ erhalten, da die „Rocky Horror Show“ ein Theater ist, welches zum Mitmachen einlädt. Auch eine Anleitung, in welcher Szene man welche „Requisite“ benötigt und man was rufen muss, war im Beutel enthalten. Ein Beispiel: Immer, wenn der Erzähler in Erscheinung tritt, ruft das Publikum „Boring!“. So wurde z. B. das Klopapier bei der „Geburt“ von Rocky in Richtung Bühne geworfen.

Ein Blick hinter die Kulissen der „Rocky Horror Show“

Im Anschluss an die grandiose Show hatten die Kunzmann Youngsters zudem die einmalige Gelegenheit, vier Hauptdarsteller exklusiv zu interviewen.

Die Schauspieler:

  • Denis Fischer, in der Rolle des „Dr. Frank-N-Furter“
  • Helena Lenn, in der Rolle der „Magenta“
  • David Wehle, in der Rolle des „Brad Major“
  • Lukas Witzel, in der Rolle des „RiffRaff“

Bildunterschrift (von links nach rechts): Denis Fischer, Helena Lenn, David Wehle und Lukas Witzel

Einige der Fragen, die den Auszubildenden unter den Nägeln brannten, drehten sich um die Vorbereitungszeit, die Proben und die Maske bei diesem Musical. Hier erfuhren die Kunzmann-Youngsters, dass nur ein relativ kurzer Zeitraum von fünf bis sechs Wochen für die Darsteller zur Verfügung steht. Die Proben für die „Rocky Horror Show“ haben am 2. Mai 2019 begonnen und am 7. Juni 2019 fand schon die Premiere statt. Eine gute Vorbereitung ist erforderlich, denn jeder Schauspieler muss zu Probenbeginn bestens vorbereitet erscheinen. Der Großteil des Textes wird allerdings während der Proben erarbeitet, da es immer wieder kleinere Änderungen gibt.

Auch in der Maske wird viel Zeit verbracht. So sitzt Denis Fischer z. B. eine Stunde, um den Dr. Frank-N-Furter verkörpern zu können. Helena Lenn und Lukas Witzel haben nicht so viel Zeit wie der Rest der Truppe, um in ihre Rollen zu schlüpfen. Sie spielen vor und zu Beginn der Show die Platzeinweiser und müssen sich danach Backstage in ihre Charaktere verwandeln. Für die Maske, das Kostüm und die Perücke bleiben Lukas gerade einmal viereinhalb Minuten Zeit. Helena hat nur sechs Minuten, bis alles perfekt sitzen muss.

Von den Azubis wurden auch Fragen zu den Lieblingsrollen der Schauspieler oder der Schauspiel-Ausbildung im Allgemeinen gestellt. So ist die „Magenta“ die Lieblingsrolle von Helena Lenn. Sie hat mit vier Jahren zum ersten Mal die „Rocky Horror Show“ gesehen und ist seitdem Feuer und Flamme für dieses Musical. Bei Denis Fischer sieht es ähnlich aus. Er liebt die Rolle von Dr. Frank-N-Furter. Lukas Witzel hat die Rolle von Herbert von Krolock aus dem Musical „Tanz der Vampire“ sehr gern gespielt und das Highlight für David Wehle war ein 1-Personen-Stück, in dem er gleichzeitig in 44 Rollen geschlüpft ist.
Bereit in der Kindheit oder Jugend fangen die meisten Darsteller an zu tanzen, singen oder schauspielern. Viele davon spüren während der Schulzeit, dass sie ihr Hobby gern professionell ausüben möchten. Für die Ausbildung oder ein Studium muss man sich, wie in jedem anderen Beruf auch, bewerben. Und danach eine äußerst harte Aufnahmeprüfung bestehen. Per Quereinstieg kann man natürlich auch Erfolg haben; dies ist jedoch der definitiv steinigere Weg.

Nach einem sehr ereignis- und abwechslungsreichen Nachmittag und Abend, waren alle Kunzmänner hellauf begeistert und die K-ultour „schreit“ nach einer Wiederholung im Jahr 2020. Dies ist nun eine Herausforderung für das Azubi-Redaktionsteam, denn den Ausflug 2019 zu toppen, wird schwer werden. 😉

Dürfen wir vorstellen? Das Azubi-Redaktionsteam!

Das Team hat diesen Ausflug für die Auszubildenden geplant und organisiert. Außerdem haben sie noch viel mehr Projekte ins Leben gerufen wie zum Beispiel den #realtalk oder den K-Talk. Auch den Geschäftsleitungsabend 2019 haben sie durch das K3-Quiz zu einem einmaligen Abend gemacht.
Das Team besteht im Jahr 2019 aus (von links nach rechts): Serwan Agirman, David Franz, Loreena Schnetter, Petra Bechtel, Lena Bauer, Anna-Lena Brößler. Kathrin Herold, Anna-Lena Frey, Dominik Dedio

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