Fahrbericht Mercedes-Benz GLA (X156) – Der Hirsch, Rapunzel & ein SUV im Praxistest – Teil 3

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Im zweiten Teil des Fahrberichts habe ich über das Navigationssystem, den Bordcomputer und unsere ersten Eindrücke des Fahrverhaltens des Mercedes-Benz GLA berichtet. In diesem Teil treffen wir nun den Hirsch und haben einige weitere Assistenz-Systeme getestet.

Das Cockpit des Mercedes SUV gibt ein paar interessante Hinweise für sicheres Fahren. Ein rotes Dreieck weist „unaufdringlich“ darauf hin, dass man sich gerade ein wenig zu „anschmiegsam“ dem voraus fahrenden Fahrzeug nähert. Diese Anzeige ist ein Teil des optional erhältlichen Abstandsregeltempomaten Distronic Plus, welcher hilft, den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden einzuhalten. Mit dem Collision Prevention Assist Plus bremst der GLA sogar selbstständig. Passiert dann doch ein Unfall, warnt das adaptive Bremslicht mit blinkenden Bremsleuchten und Warnblinker den nachfolgenden Verkehr. Ein weiteres rotes Dreieck und Sicherheits-Feature ist der Totwinkel-Assistent. Er zeigt bei einer Geschwindigkeit ab 30 km/h im Rückspiegel an, ob sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet.

 

Nun aber weiter auf unserem Weg zum Wildpark Brudergrund bei Erbach, denn wir dank Navi problemlos gefunden haben. Der Wildpark ist zwar klein, aber fein und für Kinder äußerst spannend. Man ist „Auge in Auge“ mit den Rehen und Hirschen und da die Tiere an Menschen und Futter gewöhnt sind, kann man sie füttern und teilweise sogar streicheln. Der Park liegt idyllisch im Mossautal und beherbergt auf 14 Hektar Rotwild, Dammwild und Mufflons. Der Eintritt ist kostenlos und wer möchte kann dort sehr gut wandern, Enten oder Schwäne beobachten und außerdem die im Jahr 1382 erstmals erwähnten Grundmauern der ehemaligen Kapelle „Not Gottes“ besichtigen.

 

Wir haben uns dort mit einem Hirsch „angefreundet“, den ich  – unter vehementem Protest meiner Frau – auf den Namen „Gulasch“ getauft habe. Keine Angst! Dem Hirsch geht es gut und er zieht dort weiter quicklebendig seine Runden. Mit viel Mühe konnte ich meine Frau zum Abschied von unseren vierbeinigen Freunden bewegen, da wir uns noch das Erbacher Schloss anschauen wollten.

 

Durch die engen Straßen der Erbacher Altstadt ließ sich der GLA (X156) gut navigieren. Eine passende Gelegenheit, um die Ein- und Ausparkhilfe PARKTRONIC zu testen. PARKTRONIC macht den Fahrer auf passende Parklücken aufmerksam und hilft ein- und auszuparken. Dazu fährt man an einer Parklücke vorbei und wenn das System eine ausreichend große Fläche zum Parken entdeckt hat, erscheint im Display ein „P“. Um sich vom System in diese Lücke einparken zu lassen, betätigt man den Blinker und bestätigt die Sicherheitsnachfrage des Systems mit „OK“. Nach Bestätigung dieser Anfrage muss man dann einfach nur noch das Gaspedal betätigen und bremsen. In der Rückfahrkamera kann man den automatischen Parkvorgang sogar noch live verfolgen. Wenn man diese Funktion zum ersten Mal ausprobiert, ist das ein merkwürdiges Gefühl, da man dem Fahrzeug die Kontrolle übergibt. Es hat jedoch alles perfekt geklappt und wir standen einwandfrei in der Parklücke. Bei der Abfahrt haben wir uns sogar von der PARKTRONIC Funktion wieder ausparken lassen.

 

Was wir in Erbach erlebt und ob wir Rapunzel getroffen haben, lesen Sie im nächsten Teil des Fahrberichts.

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