Fahrbericht Mercedes GLA (X156) – Der Hirsch, Rapunzel & ein SUV im Praxistest – Teil 2

| Mercedes-Benz

Der erste Artikel unserer Fahrbericht-Reihe hat einen Eindruck vom neuen Mercedes-Benz GLA (X156) und den Vorbereitungen für den Praxistest vermittelt. Der nächste Schritt der Tour-Vorbereitung war die Eingabe der Adressdaten. Auch das Navigationssystem im GLA ist unkompliziert und intuitiv bedienbar. Die Zieldaten können entweder klassisch per Buchstabenauswahl eingeben werden; relativ simpel ist hingegen die Spracheingabe. Dazu aktiviert man die Funktion per Knopfdruck und spricht die Zieldaten ins System. Wir haben das mit „Aschaffenburg, Auhofstraße 29“ getestet und das System hat die Eingabe auf Anhieb erkannt bzw. als Ziel übernommen. Jetzt nur noch die Sitzposition und das Lenkrad einstellen. Dazu löst man einfach den schwarzen Hebel unter dem Lenkrad, stellt die gewünschte Position ein und arretiert den Hebel erneut.

Vor dem Start haben wir noch einen kurzen Blick in den Bordcomputer geworfen.

 

Dort kann man unter anderem:


•    die Assistenz-Systeme wie z. B. ESP, Abstandwarner, Attention Assist ein- und ausschalten

•    Informationen über Fehlermeldungen und Servicetermine finden

•    die Fahrzeugbeleuchtung (Helligkeit, Ambientebeleuchtung, Umfeldbeleuchtung usw.) anpassen

•    das Geschwindigkeitslimit für die Fahrt mit Winterreifen einstellen

•    Einstellungen für die automatische Verriegelung, Radsensorik, Außenspiegel, Anzeige-Elemente im Display usw. vornehmen

 

Beim Start ist mir noch ein nützliches Sicherheitsdetail aufgefallen: Der GLA lässt sich nur starten, wenn man die Kupplung tritt. Warum ist das sicher? Wenn beispielsweise der autobegeisterte Nachwuchs am Lenkrad sitzt und spielt, kann er mit diesem Sicherheitsfeature das Fahrzeug nicht aus Versehen starten und ungewollt in Bewegung setzen. Die Eltern dieser kleinen „Autofans“ werden die Funktion zu schätzen wissen.

 

Nach dem kurzen Check der vorhandenen Systeme konnte die Fahrt losgehen. Durch Aschaffenburg, auf das „lange Handtuch“ – die B469 – in Richtung Miltenberg. Wie fährt sich so ein SUV? SUV bedeutet ja „Sport Utility Vehicle“ – übersetzt „Sport und Nutzfahrzeug“ oder auch „Geländelimousine“. Also ein PKW mit dem Fahrkomfort einer Limousine und erhöhter Geländegängigkeit. Oft sind SUVs recht „hochbeinig“ und werden gerne mit dem Argument „Ich bin nicht mehr der Jüngste und möchte etwas höher und bequemer sitzen“ gekauft. In die – salopp ausgedrückt – Kategorie „Rentner-SUV“ fällt der GLA definitiv nicht. Er entspricht viel mehr der ursprünglichen Definition, mit einem ganz klaren Schwerpunkt in Richtung „Sport“. Der Mercedes-Benz GLA ist keine „fahrende Schrankwand“ und schaukelt sich auch nicht auf, wenn es mal etwas schneller zur Sache geht.

 

Sowohl auf der Autobahn als auch auf Landstraßen macht der GLA Spaß. Er zieht von unten sauber durch und beschleunigt ansehnlich. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt. Die Sitze in unserem GLA 200 CDI sind eine edle Kombination aus Leder und Stoff mit weißen Nähten. Sie sind sehr bequem und geben in Kurven guten Seitenhalt. Die Sitzposition ist für einen SUV relativ niedrig und unterstützt den sportlichen Ansatz. Die Schaltung ist leichtgängig und die Schaltwege sind angenehm kurz. Der Schaltknüppel und das Lenkrad überzeugen mit angenehmer Haptik. Im Display zeigt der GLA (X156) an, in welchem Gang man bei der aktuellen Geschwindigkeit fahren sollte. Folgt man den Empfehlungen der Eco-Anzeige, hilft dies Kraftstoff zu sparen und die Umwelt zu schonen. Die serienmäßig verbaute BlueEFFICIENCY Start-Stopp-Funktion unterstützt diesen Aspekt zusätzlich.

 

Wie der GLA das sichere Fahren unterstützt und was es eigentlich mit dem Hirsch auf sich hat, lesen Sie im nächsten Teil der Reihe.

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