Die Reise mit dem FUSO durch Utah

Die abenteuerliche Weltreise im FUSO von Susanne und Jens Wolf

| FUSO

WENN NACHTS DIE KOJOTEN NEBEN DEM FUSO JAULEN

Los ging es zunächst in Europa. Da steuerten die Weltenbummler Susanne und Jens Wolf mit ihrem FUSO 6C18 FG 4×4 die Äußeren Hebriden an, schlängelten sich durch die engen Gassen in England, Cornwall und Wales und erreichten schließlich die Bretagne. Ein beeindruckender Trip, der beim Blick auf die nachfolgende Route dennoch etwas von einem Warm-up zu haben scheint. Denn jetzt ging es für den FUSO erst richtig los – über den großen Teich nach Halifax.

Ein FUSO, der sich aufs Reisen versteht

Er ist von Haus aus auf Strecke abonniert, darum ließen die Wolfs in Vorbereitung auf die große Fahrt bei Kunzmann auch nur kleinere Veränderungen an ihrem FUSO durchführen – wie etwa das Versetzen des Kühlmittelbehälters und den Einbau eines zusätzlichen Treibstofffilters. Ansonsten sind die beiden ziemlich begeistert von ihrem Gefährt, sonst hätten sie es für ihre mehrjährige Reise durch die Welt auch gar nicht ausgewählt.

„Unser FUSO hat die perfekte Größe – ein Van war uns zu klein, ein LKW zu groß . Er ist wendig, schmal genug für enge Passagen und mit 6,5 t Gewicht bietet er für uns ausreichende Zuladung. Der zuschaltbare Allradantrieb, auch mit Untersetzung, sowie der sparsame Verbrauch haben uns restlos überzeugt. Wir sind bis heute allein 48.000 km nur durch Nordamerika gefahren – Schneestürme, Hitze bis 45 Grad, „Washboard Straßen“, Pisten, Gebirge, Wüsten, Hagelstürme, Canyons, Strand- und Flussbettfahrten inklusive. All das hat der FUSO mit Bravour gemeistert.“

Susanne und Jens Wolf

Hilfe aus der Ferne

Dennoch kann es auf einer solchen Strecke auch mal zu Unwägbarkeiten kommen. Wie etwa in den Rocky Mountains in Colorado. Da forderten die vier vorangegangenen Wochen auf Höhen zwischen 2500 und 3400 Metern ihren Tribut, kurz, es wollte nicht mehr so richtig mit dem Regenerieren klappen. „Wir mussten raus aus den Bergen, so viel war klar. Dann hatten wir zudem auch noch einen für uns unerklärlichen Ölaustritt. Aber wir wussten ja, dass bei Kunzmann ein fähiges Team auf uns wartet. Thorsten und Sven lieferten uns dann auch prompt die Ferndiagnose, nämlich Probleme am Turbolader und bei der Motor-Entlüftung. Dank der Zusammenarbeit von Kunzmann und dem ADAC lagen die notwendigen Ersatzteile innerhalb von unglaublichen 4 Tagen im Delta Cargo Terminal SEATAC, Seattle, für uns abholbereit. Das ist ein super Service, der eine solche Reise überhaupt erst möglich macht. Jeder, der mit dem eigenen Fahrzeug in der Welt unterwegs ist, weiß, wie schwer es sein kann, überhaupt an Ersatzteile zu kommen. Hier hat Kunzmann uns einmal mehr gezeigt, was Service wirklich bedeutet, dafür sind wir sehr dankbar. Was wir in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnenswert finden: FUSO Werkstätten gibt es fast auf der ganzen Welt – gerade für Overlander ein Punkt, der nicht zu unterschätzen ist.“

Die Route durch Amerika

Wer Tausende von Kilometern zurücklegen will, braucht dafür Zeit. Darum haben Susanne und Jens für Ihren Trip 2 bis 3 Jahre eingeplant. Derzeit sind die beiden in den USA unterwegs, dann soll der Weg weiter nach Südamerika führen. „Wir sind zunächst von Ost nach West Kanada gefahren, danach hoch nach Alaska und den Yukon. Diese beiden Orte sind unsere absoluten Lieblingsorte. Und genau hier ist das Fahrzeug entscheidend. Denn: Die schönsten und wildesten Plätze sind dort, wo man mit einem „normalen Wohnmobil“ nicht hinkommt. Hier muss man sich auf sein Fahrzeug verlassen können – und das konnten wir.“ Nach Alaska und Yukon reisten Susanne und Jens in Richtung Pacific Northwest, Wyoming, Montana, Utah, Nevada, Arizona und Kalifornien weiter. Meist zog es sie nicht zu den Touristenpunkten, sondern in die Wildnis. Dort haben sie nur selten auf Campingplätzen übernachtet, sondern lieber mitten im Nichts – im Flussbett, an Gletschern, in den Canyons, in Wäldern, der Wüste oder der Tundra. Alles Orte, die ohne 4×4 nicht oder nur schwer erreichbar sind. „Wir lieben die Freiheit zu entscheiden, wo wir morgen hinfahren oder heute bleiben. Ohne Einschränkung, immer den Jahreszeiten folgend. Amerika bietet unendliche und freie Übernachtungsmöglichkeiten. Public Lands und BLM Land (öffentliches Land), an den spektakulärsten Plätzen, immer „ for free“ und fast immer nur mit 4×4 machbar.“

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Vom Entdecken und Erleben…

Dass auf einer solchen Reise unerwartete Dinge geschehen und der eigene Horizont um ein Vielfaches erweitert wird, kann man sich gut vorstellen. Was das im konkreten Fall bedeutet, haben Susanne und Jens Wolf eindrucksvoll für uns zusammengetragen. Da war etwa der Grizzly Bär, der sich vor dem FUSO hoch aufstellte und direkt in die Fahrerkabine schaute. Da gab es die Braunbären, die fünf Meter entfernt an ihnen vorbeiliefen, um im Fluss Lachse zu fangen. Da jaulten die Kojoten mal eben nachts neben dem Bett. Und da beeindruckte die absolute Stille in den atemberaubend dunklen Nächten in Utah unter Millionen von Sternen. Doch auch der Austausch mit anderen Travelern oder die Begeisterung der Menschen, wenn die beiden mit ihrem FUSO an Supermärkten oder Tankstellen auftauchten, sorgte immer wieder für unvergessliche Momente. Davon wird es in naher Zukunft noch einige geben, denn „es liegt noch Aufregendes vor uns – schlechter Diesel, Höhen von bis zu 5000 Metern und extrem schlechte Straßen.“ Na dann, ab nach Mittelamerika – und haltet uns auf dem Laufenden!

Hier geht es zum Blog von Susanne und Jens Wolf.

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