Spendenübergabe

Tierische Freu(n)de!

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Sterntaler für Therapiebegleithunde

Die Kunzmann Sterntaler fallen gerne wie ein Segen vom Himmel. Immer dann, wenn genügend davon zusammengekommen sind. Das geschieht mehrmals im Jahr. Dann geht die Spende der Menschen, die bei Kunzmann arbeiten, an eine richtig gute Sache. Und weil die Malteser Therapiebegleithunde Aschaffenburgs (TBHT) ohne Zweifel eine richtig gute Sache sind, durften sie sich am 22. November 2019 über Sterntaler in Höhe von 1.600 Euro freuen. Und sie freuten sich logischerweise tierisch!

Der Ort der Übergabe war zugleich ein Ort, an dem die Therapiebegleithunde schon seit Langem für strahlende Gesichter sorgen: das BRK-Alten- und Pflegeheim Goldbach. Mit von der Partie natürlich die Azubis aus dem Kunzmann Azubi-Projekt Lena Bauer und Bryan Grabowski sowie eine Abordnung aus dem Kunzmann Team bestehend aus Katrin Becker, Patrick Hayn und Steffi Schmeck. Natürlich fehlten hier auch die Hauptdarsteller nicht – gleich drei TBHT-Teams nahmen die Sterntaler entgegen: die Leiterin des Therapiehundeteams Gaby Faeseler samt Hund Watson sowie Michaela Stenger mit Hund Yoshi und Sabine Hener mit Hund Miley. Eine gute Gelegenheit für die Vierbeiner, einmal mehr für das zu sorgen, wofür sie ausgebildet wurden – nämlich sowohl eine Brücke zwischen Mensch und Therapeut zu bauen, als auch Wärme und Nähe zu schenken, Bedürfnisse zum Vorschein zu bringen und sich schlichtweg geduldig und vorurteilslos auf die Bewohnerinnen und Bewohner einzulassen. Dass die positive Wirkung des Kontaktes zwischen Tier und Mensch wissenschaftlich erwiesen ist, muss beim Anblick der Freude, die im Alten- und Pflegewohnheim durch den Besuch der Hunde jedes Mal aufs Neue ausgelöst wird, kaum erwähnt werden.

Echte Eisbrecher

So spielen sich, wie auch am Tag der Spendenübergabe, immer wieder beeindruckende Szenen ab, die das Lebensgefühl älterer Menschen nachhaltig beeinflussen. „Zu Beginn unseres Besuches beobachteten wir einen Bewohner, der ziemlich teilnahmslos auf einem Sofa lag. Als jedoch einer der Therapiehunde zu ihm kam und ihn begrüßte, setzte er sich auf, streichelte und fütterte den Hund und begleitete ihn zum Abschied sogar bis an die Tür – das hat uns sehr berührt“, berichten Lena und Bryan. Auch zu Spaziergängen inklusive Rollator lassen sich die Therapiehunde im Alten- und Pflegeheim gerne „überreden“. Dabei reagieren sie unmittelbar auf die Bedürfnisse des Menschen und zeigen sich mal verschmust, mal auffordernd.

Mensch und Tier – Verbindungen fürs Leben

Derzeit gibt es 51 Teams in der Therapiebegleithundestaffel der Malteser Aschaffenburg, die in insgesamt 35 Einrichtungen und 12 Einzeltherapien für kleine und größere Wunder sorgen – und sogar dabei helfen, Ängste zu überwinden. Das geht aber nur, weil es Spenden wie die Sterntaler gibt. Darauf sind die Malteser nämlich angewiesen, denn die speziell ausgewählten zugänglichen und offenen Hunde müssen ein halbes Jahr lang intensiv ausgebildet werden. Bereits während der Ausbildungszeit dürfen sie, gewissermaßen wie ein Azubi, am „echten“ Leben teilnehmen und Aufgaben erfüllen. Zum Einsatz kommen die Therapiehunde dann neben Pflegeheimen wie dem in Goldbach auch in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen sowie in Kinderheimen, Palliativstationen und Hospizen.

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