Spendenübergabe an die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Vom Wert des Spendens

Übergabe der Kunzmann Sterntaler an die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Kunzmann Fahrzeuge haben neben einem materiellen, zweifellos auch einen ideellen Wert. Doch die Menschen, die bei Kunzmann arbeiten, kennen und leben noch ganz andere Werte. Darum gibt es unter anderem die Kunzmann Sterntaler. Das sind jeweils 50 Cent des Gehalts, die Kunzmann Mitarbeiter allmonatlich für einen guten Zweck spenden. Die Sterntaler werden zunächst auf einem Konto gesammelt und schließlich an unterschiedliche Organisationen und Einrichtungen mit sozialem Hintergrund ausgeschüttet. In diesem Jahr werden insgesamt fünf Empfänger damit bedacht. Über die jeweilige Höhe entscheiden die Mitarbeiter per Voting. So geschehen auch bei der jüngsten Spende über 1.800 Euro, die Mitte September an die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Aschaffenburg übergeben wurde.

Jede Spende macht etwas besser

Die Übergabe durch Kunzmann fand in den Räumen der Klinik statt. Chefarzt Dr. med. Viktor Kacic, der leitende Oberarzt aller Abteilungen Dr. med. Enrico Marchio, Kinder- und Jugendpsychiater Frank Weinrich und der Leiter der Institutsambulanz Martin Gabriel – sie alle waren gekommen, um die Spende entgegenzunehmen. Und im Zuge dessen zum Ausdruck zu bringen, dass jede Spende ein erweitertes Angebot für die jungen Patienten mit sich bringt und daher von großer Bedeutung ist. In diesem speziellen Fall trägt das Geld übrigens zur Schaffung einer 300 m² großen Dachbepflanzung bei, die den Wegfall von Grünflächen aufgrund des für Anfang 2020 geplanten Neubaus einer Intensiveinheit zumindest teilweise kompensieren soll.

Wenn das Leben zur Herausforderung wird

Auch junge Menschen, die das ganze Leben noch vor ich haben, quälen sich mit Ängsten, leiden an Depressionen, Essstörungen und Suchterkrankungen oder müssen ihren Alltag mit den Auswirkungen von Borderline, Autismus oder ADHS bewältigen. Rund 1000 Kinder und Jugendliche suchen in der 2003 gegründeten psychiatrischen Klinik jährlich die Ambulanz auf, 200 bis 300 Patienten werden jedes Jahr stationär aufgenommen. Betreut von Fachpersonal, das aus ca. 100 Sozialarbeitern, Krankenschwestern, Erziehungswissenschaftlern, Pädagogen, Psychologen, Kunsttherapeuten und Lehrern besteht. Ja, auch Lehrer arbeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, denn die jungen Patienten haben hier einen ganz geregelten Tagesablauf, in den nach einem gemeinsamen Frühstück auch zwei bis drei Stunden Unterricht in der Klinikschule integriert sind. Ebenfalls zum Tagesablauf gehören das gemeinsame Mittagessen, das Erledigen der Hausaufgaben sowie Therapiegespräche und individuell auf die Patienten zugeschnittene Therapiestunden.

„Verständnis statt Ausgrenzung – eine wichtige Erkenntnis."

Kunzmann Azubi Alina Miltenberger und ihr Praktikum vor Ort

Kunzmann Azubis haben im Rahmen der zur Ausbildung gehörenden sozialen Projekte die Möglichkeit, ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung zu absolvieren. Diese Chance ergriff auch Alina Miltenberger, die sich aktuell im dritten Lehrjahr zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel befindet. Alina stellte sich eine Woche lang verschiedenen Aufgaben in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Aschaffenburg. Und nahm so einige wertvolle Erfahrungen mit. „Ich durfte wirklich in jeden Bereich hinein schnuppern und empfand mein Praktikum in der Gestaltung als sehr flexibel. Hier hörte ich wichtige Telefonate mit dem Jugendamt mit, dort war ich in Therapiegesprächen anwesend und an wieder anderer Stelle machte ich mit den Kindern Musik, nahm am Wandertag teil und betreute dort einzelne Spielestationen.“ Auf die Frage, was sie in dieser Zeit am meisten bewegt hat, hat Alina eine klare Antwort: „Am meisten haben mich die persönlichen Familiensituationen und die damit verbundenen individuellen Schicksale berührt. Das hat mir gezeigt wie wichtig es ist, Menschen mit Problemen und einem damit verbundenen Problemverhalten mehr Verständnis entgegen zu bringen, anstatt sie pauschal abzustempeln oder gar auszugrenzen.“

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Felix Zeuch, Alina Miltenberger, Kathrin Herold, Mona Daum, Marta Galuba, Dr. med. Viktor Kacic, Frank Weinrich und Dr. med. Enrico Marchio

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