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Kunzmann Kickstart-Logo auf türkisem Hintergrund mit weißer Schrift und gelbem runden Button 2026

KickStart 2.0

Zweite Runde. Erste Wahl.

Die Verkaufsräume von Kunzmann in Aschaffenburg gehören normalerweise den Fahrzeugen. Poliertes Dach, gedämpfte Stimmen, Beratungsgespräche. Nun jedoch gehörte das offene Studio in der Auhofstraße über 200 Schülerinnen und Schülern aus der Region; mit Fragen zu Berufen, auf die sie bislang noch keine Antwort hatten. Höchste Zeit - und dabei genau der richtige Ort - um sie zu finden. Willkommen bei KickStart.

Ein Berufsinformationstag ist ein Infotag? Nein. Und dabei zeigen wir noch viel mehr: nämlich, was alles entstehen kann, wenn ein Autohaus aufhört, nur wie ein Autohaus zu denken:

Was hier nämlich passiert:
Kein Infostand mit Flyern. Kein Vortrag mit "Foliensatz". Keine Begrüßungsrede, die länger dauert als das Interesse der Zuhörenden.

Was stattdessen passiert:
Reifen werden gewechselt, es wird geschraubt, lackiert. Echte Gespräche werden geführt. Marketingmaßnahmen konzipiert. Wer hier mitmacht, begreift etwas. Und wer begreift, erinnert sich. Genau das ist die Grundidee hinter KickStart. Nicht nur informieren lautet das Motto. "Wir möchten erleben lassen", so Petra Bechtel, Ausbildungsleiterin bei Kunzmann. Die KickStart von Grund auf mit an den Start brachte.

Selbst ist der Schüler

Max Uhlig von der Realschule Bessenbach im Portrait im Kunzmann Showroom während des Kunzmann KickStart

Max Uhlig von der Realschule Bessenbach beobachtet das neue Format mit dem Blick eines Lehrers, der weiß, wie wertvoll solche Erfahrungen im Rahmen der beruflichen Orientierung sind.
"Die Stärke liegt in den Momenten, bei denen die Schülerinnen und Schüler in die Selbstständigkeit kommen." Ein Satz der deutlich tiefer geht als jede Programmbeschreibung.

Manuel Pathe von der Staatlichen Berufsschule Miltenberg-Obernburg sieht es genauso: "Die Tatsache, dass die Schüler selbst aktiv werden mussten - beziehungsweise konnten - war besonders gelungen." Denn gerade der Einblick in die Praxis funktioniert nicht über Theorie. Das ist eigentlich so naheliegend. 


Genau hier setzt Kunzmann an. "Berufsorientierung über Frontalunterricht funktioniert nicht. Sie entsteht im Tun. (...) In dem Moment, in dem jemand merkt: Das kann ich. Oder eben auch: das ist es nicht. Beides ist wertvoll. Und das wollten wir hier schaffen" ergänzt Duale Studentin Samira Spielmann, die das Konzept KickStart aus diesem Blickwinkel heraus gemeinsam mit der Ausbildungsleitung mitentwickelte.

Manuel Pathe on der Staatlichen Berufsschule Miltenberg-Obernburg im Portrait im Kunzmann Showroom während des Kunzmann Kickstart

Ein Impuls. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Entscheidet ein einziger Tag die Berufswahl? Wahrscheinlich nicht. Aber er kann etwas anstoßen: Einen Gedanken säen. Und sicherlich auch ein Bild davon skizzieren, wie der eigene Alltag in ein paar Jahren aussehen könnte. Wie wichtig das ist, ergänzt Pathe: "(...) da vielen Schülern eine konkrete Vorstellung fehlt. Einblicke in Unternehmen sind immer ein Gewinn." Genau das ist der Anspruch von KickStart.

Was das Format dabei sichtbar macht:
Ausbildung bei Kunzmann ist ein breites Feld - mit Platz für sehr unterschiedliche Menschen und Talente.

Wer gern kommuniziert, organisiert oder digitale Prozesse mitgestaltet, findet hier ebenso seinen Einstieg wie diejenigen, die lieber mit Werkzeug arbeiten, Technik verstehen oder Fahrzeuge instand setzen. Von Automobilkaufleuten über Marketingkommunikation und E-Commerce bis hin zu Kfz-Mechatronik, Fahrzeuglackierung und System- und Hochvolttechnik - die Bandbreite ist groß. Und diese wird erlebbar.

"Was wir am unmittelbaren Austausch mit den Jugendlichen erleben, ist die positive "Überraschung". Nicht weil das Angebot neu wäre, sondern weil es so selten so greifbar ist", so Dominik Dedio und Christoph Semler unisono. Beide sind Ausbildungsleiter für den gewerblichen Bereich.

Dr. Jürgen Michel im Kunzmann Studio während des Kunzmann KickStart
Dr. Jürgen Michel und Rainer Hetzer im Portrait vor dem Ausbildungssmart im Kunzmann Studio

"Auf höchstem Niveau. Und auf Augenhöhe"

Einen besonderen Akzent setzte in diesem Jahr das Bewerbungstraining.

Betreut von Dr. Jürgen Michel und Rainer Hetzer von den AktivSenioren Bayern - zwei beeindruckende Persönlichkeiten, die nicht nur Wissen mitbringen, sondern Jahrzehnte gelebter Berufserfahrung. Auf höchstem Niveau. Und zugleich auf Augenhöhe.

Ihr Coaching ging dabei weit über klassische Berufsorientierung hinaus. Die Jugendlichen schrieben echte Bewerbungsunterlagen, saßen im Probeinterview, bekamen konkretes Feedback - kein Lob aus Höflichkeit, sondern klare Rückmeldung: Was wirkt. Was nicht. Und warum. Wer das einmal erlebt hat, bewirbt sich danach anders.

Übrigens: Was Dr. Jürgen Michel und Rainer Hetzer von den AktivSenioren Bayern über Bewerbungsmut, KI und den Mut zur Entscheidung denken -  das können Sie gerne im Gespräch mit den beiden nachlesen.

Die Richtung stimmt.

Wenn wir ein Resümee ziehen mögen, dann, dass KickStart davon profitiert "kein fertiges Konzept zu sein". Es ist ein lernendes Format.
Mit Raum für Weiterentwicklungen und Flexibilität. Für gezielte Austauschformate, noch mehr Begegnungen in kleinen Gruppen, kurze Inputs zur Ausbildung. Aber das Wichtigste ist längst erreicht: eine Atmosphäre, in der junge Menschen sich trauen: Fragen stellen. Auszuprobieren. Und zu guter Letzt: sich vorzustellen, wie ihre eigene Zukunft aussehen könnte.

Denn KickStart gibt darauf keine fertigen Antworten. Aber es stellt die richtigen Fragen. Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe. Nähere Infos zum Termin folgen.