Azubi-Jobtausch: Anna-Lena Brößler in der Kunzmann Werkstatt

Azubi-Jobtausch: Schreibtisch gegen Hebebühne

Anna-Lena Brößler in der Kunzmann Werkstatt

Dass es für Kunzmann-Azubis nie langweilig wird, wissen unsere Azubis selbst am besten. Zu ihnen gehört auch Anna-Lena Brößler, die derzeit eine Ausbildung zur Automobilkauffrau bei uns macht. Worauf die Zwanzigjährige am meisten abfährt? Dass sie während Ihrer Ausbildungszeit zahlreiche Abteilungen durchläuft und dabei sowohl jede Menge lernt als auch ihre eigenen Talente und Vorlieben immer wieder neu entdecken kann. Seit September 2017 hat sie bereits die Bereiche Service-Info, Online-Service, Online-Cars und Reparaturabwicklung durchlaufen. Gefolgt von ihrem Einsatz in der Kunzmann Werkstatt. Und genau den wollen wir uns mit ihr einmal genauer anschauen.

Raus aus dem Büro, rein in den Blaumann

Anna-Lenas erste Herausforderung in der Werkstatt? Adieu Bluse und Pumps, willkommen Sicherheitsschuhe und Blaumann. „Das war wirklich ungewohnt am Anfang, auch für meine kaufmännischen Azubi-Kolleginnen. Da mussten wir uns tatsächlich erst einmal dran gewöhnen. Andererseits fällt dadurch auch die tägliche Kleiderfrage weg, ein angenehmer Nebeneffekt. So war der Blaumann bereits nach einer Woche zu meinem Freund geworden“, berichtet Anna-Lena schmunzelnd. Und auch, dass sie insgesamt sehr gespannt darauf war, was in der Werkstatt wohl so alles auf sie zukommen würde. Schließlich lagen ganze vier Wochen „Benzin- und Ölgeruch“ vor ihr. Doch ihre latenten Bedenken, auch hinsichtlich des Klischees „Was soll ein Mädchen in der Werkstatt“ wichen bereits am ersten Tag.

Ein Tag im Leben eines gewerblichen Azubis

Anna-Lena hat sich ursprünglich für einen kaufmännischen Ausbildungsberuf entscheiden. Doch sobald sie einen Fuß in die Kunzmann Werkstatt setzte, war ihr Alltag der eines gewerblichen Azubis. Und da machten auch die Arbeitszeiten einen Unterschied. „In der Werkstatt geht es bereits um 7:30 Uhr los, da muss man schon ein bisschen früher aufstehen“, erzählt Anna Lena. „Was folgt, ist die Zuteilung zu einem Meister oder Gesellen, ehe es mit dem ersten Auftrag losgeht. Da heißt es dann Fahrzeug in die Werkstatt bringen, alle benötigten Teile aus dem Lager holen und schließlich ran ans Werk. Gegen 15 Uhr begannen wir Azubis mit dem Aufräumen der Werkstatt – das fängt beim Mülltrennen an und hört beim Aufrollen der Luftschläuche noch lange nicht auf. Bevor wir schließlich Schluss machen konnten, haben wir uns mit dem Werkstattmeister zur Endkontrolle getroffen. Wenn der dann grünes Licht gab, ging´s ab in den Feierabend.“

Anna-Lena und die „Reinschnupperei"

Auch in einer Werkstatt gibt es unterschiedliche Abteilungen. Und auch hier durfte Anna-Lena in so Einiges hinein schnuppern. Da wartete ihre Woche bei smart, da lernte sie die Abteilung Mechanik kennen, da freuten sich die Elektriker auf ihre Mitarbeit. So vielfältig die einzelnen Bereiche, so vielfältig gestalteten sich auch die Erfahrungen, die Anna-Lena machte. „Ich durfte bei fast allen anstehenden Aufgaben mithelfen und größtenteils sogar eigenständig mitarbeiten“, zeigt sich Anna-Lena noch immer begeistert. „Bei smart haben wir beispielsweise einen Lüfter erneuert und einen Turbolader getauscht sowie Räder gewechselt und einen Marderschutz eingebaut. Mit den Mechanikern habe ich Bremsen erneuert, einen Luftfilter getauscht und einen Ölwechsel gemacht. Bei den Elektrikern haben wir eine Frontkamera ausgebaut – alles Dinge, mit denen ich zuvor nie in Berührung gekommen bin und von denen ich nie gedacht hätte, dass sie mir so viel Spaß machen würden.“

Und Anna-Lena, was ist denn nun Dein Fazit?

„Ich bin begeistert von der Arbeit in der Werkstatt, insbesondere durch die Aufgaben, die ich eigenständig ausführen durfte. Ich habe die Zeit hier mit den anderen Azubis sehr genossen, weil wir, nicht zuletzt beim gemeinsamen Aufräumen, sehr viel Spaß miteinander hatten. Es war ein tolles Wir-Gefühl und eine super Zusammenarbeit. Was für mich etwas gewöhnungsbedürftig war, waren die Arbeitszeiten, die im kaufmännischen Bereich einfach wesentlich flexibler sind. Ansonsten: Daumen hoch!“

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